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04.03. 2024
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  • Die moderne Eva

Ausstellungen

Verklärt, begehrt, vergessen Frauen in der frühen Plakatgestaltung

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Frauen haben die Wende zum 20. Jahrhundert in Europa und den USA entscheidend geprägt. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts waren die gesellschaftlichen Rollen streng verteilt: Weder mit Wahl- noch mit Selbstbestimmungsrechten ausgestattet, kümmerten sich Frauen um Haus und Familie, während Männer das öffentliche Leben lenkten. Mit der Industrialisierung begann jedoch ein Wandel in der westlichen Welt. Durch neue Mobilitätsformen, Kommunikationswege und Erfindungen wurden alte Werte Stück für Stück aufgebrochen. Fahrradfahrend konnten Frauen erstmals alleine Strecken zurücklegen, neue Medien wie der Fotoapparat ermöglichten Zugang zu künstlerischen Tätigkeiten, man frönte neuen Freizeitaktivitäten wie Sport und Urlaubsreisen, ging ins Theater, Varieté und Café. Zugleich organisierten sich Frauen in Verbänden und forderten allerorts mehr Mitbestimmung.

Auch wenn diese Freiheiten bestimmten sozialen Schichten vorbehalten waren und zunächst wenig an der strukturellen Benachteiligung änderten: Der Wandel im Rollenbild der Frau und gewisse emanzipatorische Errungenschaften gehören zu den wichtigsten Neuerungen der Epoche um 1900. Die Ausstellung „Verklärt, begehrt, vergessen“ verfolgt die Entwicklung anhand zeitgenössischer Plakatkunst – von „Werbedame“ bis „Neue Frau“. Die letzten Kapitel stellen Frauen vor, die als Künstlerinnen selbst Plakate entwarfen: Sie sind Pionierinnen der Designgeschichte.

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