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09.04. 2026
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Bühne

The Greek Passion Erste Fassung (1957) Libretto vom Komponisten

Semperoper Dresden
Was wäre, wenn die Grenze zwischen Theaterspiel und Alltag verschwindet? Im griechischen Lykovrissi kommt die Dorfgemeinschaft zusammen, um die Besetzung der nächsten Passionsspiele zu benennen. Dabei entstehen die ersten Konflikte, da nicht alle mit ihrer zugewiesenen Figur glücklich sind. Als aber eine Gruppe von Schutz suchenden Flüchtlingen ins Dorf kommt, rückt das geplante Theaterspiel in den Hintergrund und christliche Werte wie Nächstenliebe stellen die Gemeinschaft abseits der Bühne auf die Probe. Dem tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů (1890–1959) ist mit seinem letzten Bühnenwerk The Greek Passion nach dem Roman Der wiedergekreuzigte Christus von Nikos Kazantzakis eine Metapher geglückt, die menschliches Handeln und vielleicht auch Versagen auf das Eindringlichste zeigt. Das Werk hätte 1959 uraufgeführt werden sollen, kam dann jedoch erst zwei Jahre nach Martinůs Tod in Zürich zur Aufführung. Es thematisiert eine bedingungslose Suche nach Humanität: eine Erinnerung an uns selbst, die Augen vor Menschen, die Hilfe benötigen, nicht zu verschließen. Die Musik zeichnet sich durch eindrucksvoll gestaltete Chorpassagen aus. Neben dem gesungenen kommt auch dem gesprochenen Wort eine entscheidende, kommentierende Funktion zu. Oratorienhafte Momente werden verwoben mit verschiedenen Stilrichtungen wie griechischen Volksweisen, Klängen aus Martinůs böhmischer Heimat oder byzantinischer Kirchenmusik.
Quelle: Semperoper Dresden

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