JB Paterson
JB Paterson ist ein von der Kritik gefeierter Folkmusiker aus Cedar Creek im Nordosten Australiens. Er wird verglichen mit Folkgrößen wie Neil Young, Bob Dylan und Townes Van Zandt, und hat sich mit seiner Musik und einem eigenen Tonstudio eine bemerkenswerte DIY-Karriere aufgebaut. Mit drei selbstproduzierten Alben, die auf australischen Radiosendern rauf und runter gespielt wurden, haben ihn sein Storytelling und sein unverfälschtes musikalisches Können durch das ganze Land geführt. 2025 veröffentlichte er „The Whole World’s Gone Mad, And So Have I“. Mit diesem Album betritt JB neues Terrain und verbindet scharfsinnige Gesellschaftskritik und lange Erzählungen mit seinem charakteristischen Sound. Anders als die sanften Klänge von „Springtime is Coming“ (2022) präsentiert sich dieses neueste Werk roh und introspektiv. Aufgenommen in seiner solarbetriebenen Hütte in Cedar Creek, wird das Album durch die dynamischen Beiträge seiner Band während des gesamten Produktionsprozesses zum Leben erweckt.
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Marit Heuß
Die 1984 in Sachsen geborene Marit Heuß hat in diesem Jahr ein Lyrikdebüt hingelegt, wie es lange keines mehr gab. „Ein leuchtendes Debüt“ habe man da mit ihrem Band „Verschlissenes Idyll“ vor sich, schrieb beglückt die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.
Heuß schreibt dichterisch über die zerschlissenen Landschaften ihrer Herkunftsgegend, über stillgelegte Fabriken oder den Steinbruch in Beucha. Das Idyll gibt es nur noch als Abglanz auf einer Postkarte. Oder als Italiensehnsucht. Heuß`Lyrik sei „pointierte Gegenwartsdiagnostik“ (FAZ). Und „hinter der Melancholie ihrer Verse lauert Erkenntnis“ (so Jayne-Ann Igel im Nachwort zu diesem Buch).
Als Literaturwissenschaftlerin ist die Autorin an der Universität Leipzig und gelegentlich auch am Deutschen Literaturarchiv in Marbach tätig. Sie lebt in Leipzig.
Michael G. Fritz
Der 1953 in Berlin geborene Michael G. Fritz ist einer der bekanntesten in Dresden (und wechselweise auch in Berlin) ansässigen deutschsprachigen Gegenwartsautoren. Er studierte einst an der Bergakademie Freiberg, wurde allerdings 1975 aus politischen Gründen exmatrikuliert und arbeitete fortan als Lagerarbeiter, Beifahrer und ab 1976 in den Städtischen Bibliotheken. Er hat zahlreiche Romane und Prosabücher veröffentlicht. Sein neuestes heißt „Die Stille ist das Rieseln des Sandes“ und enthält vor allem kurze Texte, Prosaminiaturen – „präzise gesetzt und auf Wirkung durch Reduktion angelegt“, schrieb die „Dresdner Morgenpost“. In dem Buch geht es um das Leben im Schatten der Mauer, um deutsche Teilung und die feinen Risse unserer Lebenswelt. „Wunderbar atmosphärisch“ könne dieser Schriftsteller erzählen, schwärmte einmal die „Frankfurter Rundschau“. Mit „La vita é bella“ verdankt die deutsche Literatur diesem Autor eines der wahrscheinlich schönsten Italienbücher.
Moderation: Volker Sielaff
Programmauswahl: Loose Notes
Quelle: Palais Sommer