Veranstaltungen Dresden heute - Empfehlungen

27.02. 2026
Rubrik wählen
  • Sergej Eisenstein
  • Filmplakat zu OKTOBER (1927)
  • Jarii van Gohl / Foto: privat
  • Alwin Weber / Foto: privat
  • Tobias Herzz Hallbauer / Foto: André Wirsig
  • Sabine Köhler: Foto: André Wirsig
  • Heiki Ikkola / Foto: André Wirsig

Entdeckungen

OKTOBER – Der Film von Sergej Eisenstein mit Live-Vertonung Cie. Freaks und Fremde, Alwin Weber, Jarii van Gohl & Tobias Herzz Hallbauer

So |
Societaetstheater

OKTOBER ist ein Stumm- und Propagandafilm des Regisseurs Sergej Eisenstein von 1928. Er wurde anlässlich des zehnten Jahrestags der Oktoberrevolution gedreht und erzählt die Umbrüche von 1917 aus Sicht der Bolschewisten in suggestiven Bildern. Bekannt wurde er durch Eisensteins neuartige Montagetechnik und seine Theorie, dass Bedeutung nicht durch Handlung oder Dialog, sondern durch den Zusammenprall von Bildern entsteht. Weil das Publikum einen ähnlich pathetischen Film wie »Panzerkreuzer Potemkin« erwartet hatte, reagierte es auf das komplexe und ironische Werk mit Ablehnung. Die sowjetischen Kritiker warfen Eisenstein vor, OKTOBER sei zu anspruchsvoll, zu intellektuell, zu unverständlich und zu ästhetisierend. Das Werk entspreche daher nicht dem Geist der kommunistischen Revolution. Heute gilt OKTOBER gerade deshalb als Schlüsselwerk der Filmgeschichte und als bezeichnendes Dokument über das widersprüchliche Verhältnis zwischen Kunstschaffenden und Machtapparat, nicht nur im Stalinismus. Die Cie. Freaks und Fremde präsentiert Eisensteins Klassiker als besonderes Kunstereignis in einer gekürzten Version mit einer Neuinterpretation und mit der Live-Filmvertonung durch die drei Musiker Alwin Weber, Jarii van Gohl und Tobias Herzz Hallbauer.

Quelle: Societätstheater
Zurück