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Man hört sie einmal – und vergisst sie nicht. Marla Moya singt mit rauer Wärme und klarer Emotionalität. Ihre Songs sind ehrlich, unprätentiös und tragen eine stille Intensität – zeitlos und gegenwärtig zugleich. Ihre Musik erinnert an Größen wie Fleetwood Mac oder Harry Nilsson, gleichzeitig an heutige Indie-Größen wie Angel Olsen oder Weyes Blood.
In den letzten Jahren tourte Marla mit ihrem ehemaligen Partner als „Marla & David
Celia“ durch die Welt – mit über 1.000 Konzerten, darunter Auftritte beim Glastonbury Festival, und dem Mariposa Folk Festival vor 22.000 Menschen. Darauf folgt ein Neustart: Unter dem Namen Marla Moya veröffentlichte sie im November ihr Debütalbum Sanguine Soul via Backseat, produziert von ihrem Jugendidol Robert Francis in Los Angeles. An ihrer Seite: Ausnahmemusiker wie Joachim Cooder (Buena Vista Social Club) und Doug Pettibone (u.a. Tracy Chapman, Keith Richards). Live und ohne Klick auf Band eingespielt – ein bewusster Bruch mit Perfektion, zugunsten von Gefühl, Luft, Leben.
Die Songs erzählen von Umbruch, Selbstfindung, Angst und Hoffnung – von einer jungen Frau, die sich neu erfindet. „Auch wenn es sich für mich nicht wie eine klassische Sammlung von Lovesongs anfühlt“, sagt Marla, „durchzieht ein leiser Hauch davon fast jeden Track. Aber das macht ja auch Sinn – im Leben dreht sich letztendlich alles um Liebe.“ Zwischen Licht und Schatten, Fernweh und Heimkehr, dem Wunsch, gesehen zu werden, und der Kraft, sich selbst genug zu sein. Marla Moya’s Lieder sind intim und weit zugleich – sie öffnen Räume, ohne je die Bodenhaftung zu verlieren. Am Ende weiß man nie genau: Ist das da gerade ein Lachen oder ein Weinen? Wahrscheinlich beides. Und genau deshalb bleibt sie.
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© Julia Brokaw
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