Lesung / Vortrag / Gespräch
Leon Engler & Benjamin Maack Leben und Schreiben mit der eigenen Psyche
Mi | Deutsches Hygiene-Museum Dresden-
Als Benjamin Maack im Frühjahr 2025 wieder eine depressive Episode erlebt, führt er auf Instagram ein Tagebuch. Er tippt es in sein Telefon, auf dem Sofa, in Wartezimmern von Ärztinnen und Ärzten, bevor er seine Kinder von der Schule abholt. In Bewerbungen um einen Job als Mensch reflektiert er schreibend seine Gedanken und Gefühle und erzählt, wie verwirrend und schwer es ist, mit einer Depression zu leben und zu lieben, und wie es trotzdem gelingen kann.
Schreibend der Psyche nähert sich auch Leon Engler in seinem Debütroman Botanik des Wahnsinns. Hierfür blickt der Erzähler auf die Biografie seiner Familie: die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: die frühe Angst, verrückt zu werden und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe.
- Benjamin Maack, geboren 1978, veröffentlichte 2020 den Bestseller Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein, ein Buch über seine Depressionen, das u. a. als „Buch des Jahres“ der Hamburger Literaturpreise ausgezeichnet wurde.
- Leon Engler, geboren 1989, veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben.
Die Veranstaltung findet statt im Begleitprogramm der Ausstellung zu mentaler Gesundheit "Wie geht's?" (7. März 2026 bis 7. April 2027 im Deutschen Hygiene-Museum).
Infos zur Ausstellung "Wie geht's?"
Quelle: Hygiene-Museum