Ein Welterfolg, der von Dresden ausging: Im Januar 1911 fand in der Semperoper die Uraufführung von Richard Strauss’ Der Rosenkavalier statt. Ein pralles Sittenbild des Rokoko und ein melancholisches Stück in die Vergänglichkeit dieser Zeit haben Richard Strauss und sein Textdichter Hugo von Hofmannsthal hier zu einer genialen „Komödie für Musik“ verschmolzen. – In der Liebe zu dem jüngeren Octavian findet die verheiratete Feldmarschallin ihre Jugend wieder. Doch schmerzlich erkennt sie, dass der Lauf der Zeit nicht aufzuhalten ist. Als Octavian als Brautwerber für den Mitgiftjäger Ochs auf Lerchenau die silberne Rose überbringen soll, geschieht das Unaufhaltsame: Brautwerber und Braut verlieben sich. Mit einer komödiantischen Maskerade schaltet Octavian seinen Auftraggeber aus, und die Feldmarschallin gibt Octavian frei: „Hab mir’s gelobt, ihn lieb zu haben in der richtigen Weis’“ … Uwe Erik Laufenberg hat Der Rosenkavalier als moderne Hommage an die Dresdener Uraufführung inszeniert.
Quelle: Semperoper Dresden
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1. Aufzug Während der Feldmarschall Fürst von Werdenberg unterwegs ist in den kroatischen Wäldern, amüsiert sich seine Gattin Marie Theres mit dem jungen Grafen Octavian. Nach einer gemeinsam verbrachten Nacht nehmen beide das Frühstück im Schlafzimmer der Marschallin ein. Dabei werden sie durch Lärm von draußen gestört. Aber es ist nicht der Ehemann, wie die Marschallin zunächst erschrocken glaubt, sondern ihr Vetter, der Baron Ochs auf Lerchenau, der sich gewaltsam Zutritt erzwingt. Octavian kann nicht mehr entwischen und verkleidet sich als Kammerzofe Mariandl, die dem liebestollen Ochs sofort ins Auge fällt. Der Baron beabsichtigt, seine desolaten Finanzverhältnisse durch die Heirat mit der Tochter des Armeelieferanten und Neuadeligen von Faninal zu konsolidieren. Er bittet die Marschallin um die Vermittlung eines standesgemäßen Brautwerbers, der nach adeliger Sitte der jungen Sophie von Faninal eine silberne Rose überbringen soll. Aus einer Laune heraus empfiehlt die Marschallin den Grafen Octavian. Während des täglichen Lever, bei dem die Marschallin Künstler, Sekretäre, Vertreter und Bittsteller empfängt, streitet der Baron mit dem Notar der Marschallin um einen Ehevertrag zu seinen Gunsten. Nachdem die Marschallin die aufdringliche Gesellschaft einschließlich des Ochs hinauskomplimentiert hat, bleibt sie allein zurück. Octavian trifft die Geliebte in tiefer Melancholie an. Sie empfindet plötzlich, wie die Zeit vergeht, und prophezeiht Octavian, dass er sie bald wegen einer Jüngeren verlassen wird. Octavian versteht sie nicht. 2. Aufzug In der neureichen Pracht des Palais von Faninal trifft man letzte Vorkehrungen für die Ankunft des Rosenkavaliers. Bei der Übergabe der silbernen Rose werden Sophie und Octavian überwältigt von der Faszination des Augenblicks. Die Ankunft des Barons zerstört diese Poesie. Entsetzt flüchtet Sophie vor der plumpen Zudringlichkeit ihres Zukünftigen und bittet Octavian um seinen Beistand. Sophie will sich der von Ochs und Faninal arragierten Ehe verweigern. Durch einen Kuss besiegelt das junge Paar sein Bündnis, das von dem Intrigantenpaar Annina und Valzacchi aufgedeckt wird. Ochs reagiert selbstgefällig und provoziert eine Attacke Octavians, bei der er am Arm verwundet wird. Faninal sieht seinen Ruf ruiniert. Er weist Octavian aus dem Haus und droht, Sophie zurück ins Kloster zu schicken. Ochs findet bei einem Schluck Wein seine Fassung wieder. Als ihm Annina schließlich noch die Einladung zu einem Rendezvous mit dem bewussten „Mariandl“ zuspielt, ist seine Welt wieder in Ordnung. 3. Aufzug Im Keller eines Gasthauses treffen Annina und Valzacchi Vorbereitungen für ein abgekartetes Spiel: Während Octavian als „Mariandl“ mit Ochs soupiert, beginnt ein seltsamer Spuk, der den Baron außer Fassung bringt. Er ruft nach der Polizei. Doch der Kommissar sieht in ihm einen Sittenstrolch und droht mit Verhaftung. Als Faninal und Sophie eintreffen und Octavian seine Verkleidung ablegt, ist der Baron restlos kompromittiert. Die unerwartet hinzukommende Marschallin bedeutet ihrem Vetter, dass es mit dem Spiel und seinen Heiratsplänen endgültig vorbei ist. Erst nach einigen Ausweichmanövern räumt Ochs das Feld. Zurück bleiben die Marschallin, Sophie und Octavian, der nun hilflos zwischen zwei Frauen steht. Die Marschallin nimmt ihm die Entscheidung ab und überlässt ihn der Jüngeren.Quelle: Semperoper Dresden
Termine
- 20.02.2027 17:00 Semperoper Dresden
- 25.02.2027 18:00 Semperoper Dresden
- 07.03.2027 16:00 Semperoper Dresden
- 14.03.2027 17:00 Semperoper Dresden