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09.04. 2026
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Wie kann man einen Märchenklassiker ganz neu erzählen und doch die Magie der ursprünglichen Geschichte bewahren? Kinsun Chan, der Ballettdirektor des Semperoper Ballett, schafft eine eigene Fassung von Cinderella voller Emotionen, Optimismus und Glanz, faszinierend für Jung und Alt. Getragen von der nuancierten, mitreißenden Musik Sergej Prokofjews zeigt er Cinderella und den Prinzen als zwei gleichberechtigte Protagonisten. Gemeinsam mit dem Ensemble des Semperoper Ballett sucht er nach dem authentisch Menschlichen in den ikonisch gewordenen Märchenfiguren. Chan lässt die gesamte Handlung des Balletts in einem Grand Hotel spielen. Gegründet von Cinderellas Eltern, wird das Hotel nach dem Tod der Mutter von der Stiefmutter und den Stiefschwestern geleitet. Von ihnen wird Cinderella, die eigentlich rechtmäßige Erbin ihrer Mutter, boshaft gedemütigt und in ein prekäres Abseits geschoben. Dort aber gelingt es ihr mit der Kraft ihrer Fantasie und Kreativität, ihren liebevollen, optimistischen und selbstbewussten Wesenskern zu bewahren. In einer ganz anderen Welt, aber genauso am Rand seiner Gesellschaft lebt der Prinz. Auch auf seiner eigenen Geburtstagsfeier verspürt er das Gefühl existenzieller Leere und der Sinnlosigkeit seines Daseins mit voller Wucht – als er plötzlich auf Cinderella trifft. Der Zauber beginnt, auch ohne weißes Pferd. Wer hier wen rettet, wer den anderen mehr benötigt, ist nicht mehr zu sagen.
Quelle: Semperoper Dresden

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