Drei kaiserliche Objekte aus zwei Dynastien begegnen sich in dieser Präsentation des Grünen Gewölbes und der Porzellansammlung. Im Zentrum steht eine über 900 Jahre alte Ru-Schale der Song Dynastie (960—1279), eines der seltensten und kostbarsten Werke chinesischer Keramik und das einzige Beispiel seiner Art in Deutschland. Flankiert wird die Schale von zwei weiteren kaiserlichen Schätzen der Qing Dynastie, einem zierlichen Schnupftabaksfläschchen aus den Palastwerkstätten in Peking sowie einer prachtvollen Drachenvase. Jedes der drei Meisterwerke steht exemplarisch für die Ästhetik und herausragende Kunstfertigkeit seiner Zeit.
skd.museum
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Ru-Schale
Kaiserliche Ru-Keramik fasziniert durch ihre unverwechselbare Glasur, ein zart leuchtendes bläuliches Seladon, das sich deutlich von den grau-grünen und olivfarbenen, zeitgenössischen Steinzeugen abhebt. Das hervorragend erhaltene Dresdner Schälchen diente als elegante Pinselwaschschale und ist eine von 89 Ru-Keramiken weltweit. Zeitgleiche koreanische Seladone zeigen bemerkenswerte Nähe in Material und Erscheinung. Ein Meisterwerk dieser faszinierenden Keramik ist aktuell in der Porzellansammlung zu sehen.Drachenvase
Mit neun Drachen, die in leuchtenden Farben über Meer und Himmel aufsteigen, zählt diese monumentale Vase zu den seltensten Meisterwerken der kaiserlichen Porzellankunst der Qing-Dynastie. Ihr dynamischer Dekor vereint technische Perfektion mit reicher Symbolik und verweist auf die Macht und Autorität des Kaisers. Gefertigt für den Hof des Kaisers Qianlongs (reg. 1735–1796), spiegelt sie eindrucksvoll die imperiale Bildsprache und den künstlerischen Anspruch dieser Epoche. Die besonders fein gestaltete Siegelmarke auf der Unterseite der Vase unterstreicht den kaiserlichen Rang.Schnupftabaksfläschchen
Der zierliche Emailflakon galt lange Zeit als eine europäische Arbeit im chinoisen Stil. Erst 2013 erhielt die Erforschung des Stückes durch einen fachkundigen Hinweis den entscheidenden Impuls, der zu einer Neubewertung führte. In Folge ließ sich tatsächlich nachweisen, dass es sich um ein seltenes und frühes Beispiel chinesischer Kunstfertigkeit handelt. Seine Herkunft konnte den kaiserlichen Palastwerkstätten in Peking zugeordnet werden, in denen ausschließlich Werke höchster Qualität für den Kaiser gefertigt wurden.skd.museum
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Karfreitag, 03.04.2026 10 —17 Uhr
Ostersonntag, 05.04.2026 10 —17 Uhr
Ostermontag, 06.04.2026 10 —17 Uhr
zusätzlich geöffnet, 07.04.2026 10 —17 Uhr