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03.09. 2026
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  • Kupferstich-Kabinett
  • Residenzschloss_Dresden_(c) EMODD
Am 2. Tag des 10. Monats des Jahres 1855 wurde Edo, die Hauptstadt Japans, von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Das sogenannte Ansei-Erdbeben richtete großen Schaden an, führte zum Einsturz von etwa 15.000 Gebäuden und forderte in der ganzen Stadt zahlreiche Opfer. Unter den eingestürzten Gebäuden befanden sich auch solche, in denen die Zensoren der Holzschnitte untergebracht waren. Aufgrund dieses unerwarteten Ereignisses gab es in den folgenden Monaten keinerlei Kontrolle oder Zensur mehr, was zu einem großen Ausbruch an Kreativität führte, oft gepaart mit Sozialkritik und politischer Parodie. Wir werden uns herausragende Drucke aus dieser Zeit ansehen, die in der aktuellen Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts gezeigt werden, sowie weitere Werke, und untersuchen, wie Künstler die Naturkatastrophe verarbeitet haben.
Quelle: Staatliche Kunstsammlungen Dresden
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