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09.04. 2026
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  • Yvonne, die Burgunderprinzessin

Sie ist nicht schön. Sie ist nicht klug. Sie schweigt. Und genau das bringt einen ganzen Hof auf Batzdorf ins Wanken.
Mit „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ schuf Witold Gombrowicz 1935 eine bitterböse Komödie über Macht, Konvention und die Grausamkeit der Anständigen – ein Meisterwerk des Absurden Theaters, das bis heute verstört und begeistert.


Prinz Philipp verlobt sich mit der unappetitlichen Yvonne, weil seine Würde durch ihren Anblick beleidigt wird und er sich als freier Geist nicht der natürlichen Abneigung hingeben will, die dieses peinliche Fräulein erweckt. Der König und die Königin nehmen die Verlobung ihres Sohnes zur Kenntnis, um keinen Skandal hervorzurufen. Es zeigt sich, dass Yvonne sich in den Prinzen verliebt hat. Der Prinz ist von ihrer Liebe überrascht und fühlt sich ebenfalls zu Gefühlen, zu einer Revanche verpflichtet – sowohl als Mensch wie als Mann. Er will sich in sie verlieben. Die Gegenwart Yvonnes am königlichen Hof ruft Komplikationen hervor. Die bloße Tatsache der Verlobung des Prinzen wird zur Ursache für Klatschereien und Possen. Das Schweigen, die Rohheit, die Schüchternheit und die Ratlosigkeit Yvonnes versetzen die königliche Familie in eine schwierige Lage. Unsinnige Verdächtigungen entstehen; es häufen sich Dummheit und Unsinnigkeit, deren sich eigentlich alle bewusst sind.
Die Gesellschaft steht am Abgrund und bald steht nicht mehr die Frage im Raum, ob sie gehen soll – sondern wie. Denn selbst ein Mord will standesgemäß begangen sein.

Das diesjährige Pfingststück ist eine funkelnde Satire über Gruppendruck, Konformität und die Angst vor dem Anderen. Ein groteskes Spiel über die Zerbrechlichkeit von Würde und die Gewalt, die hinter höflicher Fassade lauert. Ein Theaterabend, der Heiterkeit und Bitterkeit vereint.

Besetzung:
Yvonne – Anni Molke | Königin – Katja Rogner | König – Tom Quaas | Prinz Philipp – Alexander Diogesi | Freund von Philipp – Benjamin Pauquet | Kammerherr – Thomas Förster | Hofdame – Paula Henke
Regie – Thomas Förster | Bühne – Tom Quaas | Technik – Paula Henke

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