Musik
MARCO SINOPOLI EXTRADICTION [it] Guiseppe Sinopolis musikalisches Erbe trifft auf modernen Jazz
So | Jazzclub Tonne DresdenMarco Sinopoli (Gitarre) Bruno Paolo Lombardi (Flöte) Luca Cipriano (Klarinette) Fabio Gianolla (Fagott) Alessandro Gwis (Piano) Toto Giornelli (Bass) Alessandro Marzi (Drums)
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Giuseppe Sinopoli (1946–2001) war einer der bedeutendsten Dirigenten und Komponisten seiner Generation. Anlässlich seines 25. Todestages erinnert die Konzertreihe #SINOPOLIANA an den außergewöhnlichen Musiker, dessen Schaffen weit über die Grenzen einzelner musikalischer Genres hinausreichte. Nach Stationen in Berlin findet die Reihe nun ihren Abschluss in Dresden – jener Stadt, mit der Giuseppe Sinopoli als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle von 1992 bis zu seinem Tod besonders eng verbunden war.
Im Mittelpunkt des Abends steht das Ensemble MARCO SINOPOLI EXTRADICTION, das dem großen Musiker mit freien Improvisationen auf der Grundlage seiner Kompositionen eine ganz eigene Hommage widmet.
Der italienische Komponist, Gitarrist und Multiinstrumentalist Marco Sinopoli, der Sohn von Guiseppe Sinopoli, bewegt sich seit vielen Jahren zwischen zeitgenössischer Musik, Jazz und experimentellen Ausdrucksformen. Seine Werke wurden unter anderem bei der Biennale in Venedig und beim Romaeuropa Festival aufgeführt. 2018 gründete er EXTRADICTION, ein siebenköpfiges Ensemble, in dem Musiker aus Jazz und Klassik zusammenkommen und die Grenzen zwischen auskomponierter Musik und spontaner Improvisation ausloten.
Wie aufregend dieses Zusammenspiel sein kann, zeigt auch das aktuelle Album "Après Ravel" (2026). Darin nimmt sich die Band die Musik von Maurice Ravel vor, greift Melodien, Harmonien und rhythmische Motive auf und entwickelt daraus überraschende neue musikalische Ideen. Flöte, Klarinette und Fagott treffen auf E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Klavier und Elektronik. Filigrane kammermusikalische Passagen können sich dabei ebenso entfalten wie kraftvolle, jazzgeprägte Improvisationen. Mit dieser ungewöhnlichen Besetzung und ihrer großen stilistischen Offenheit schlägt EXTRADICTION eine Brücke zwischen musikalischen Welten, die sich näher sind, als es zunächst scheint. Ein ebenso eigenständiger wie lebendiger Blick auf das Erbe Giuseppe Sinopolis.
Eine Veranstaltung des Italienischen Kulturinstituts Berlin im Rahmen der Reihe #SINOPOLIANA, getragen vom italienischen Minister für Sport und Jugend und dem italienischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Italienstudien der Technischen Universität Dresden. In Zusammenarbeit mit: Italienische Botschaft in Berlin, Deutsche Oper Berlin, Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Gran Teatro LA Fenice, Città di Venezia, Bertelsmann und Archivio Storico Ricordi.Quelle: Jazzclub Tonne