Lesung / Vortrag / Gespräch
Belarus – Literatur und Musik zwischen Satire und Dystopie Mit Alhierd Bacharevic, Tom Wlaschiha, Thomas Weiler und Olga Podgaiskaya zu „Europas Hunde“
Zentralbibliothek im Kulturpalast – Städtische Bibliotheken DresdenKeine Termine
Lesung, Gespräch und Musik mit Alhierd Bacharevic, Tom Wlaschiha, Thomas Weiler und Olga Podgaiskaya zu „Europas Hunde“ – Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2025
Moderation: Thomas Weiler
Lesung: Tom Wlaschiha (bekannt u.a. aus Game of Thrones)
Musik: Olga Podgaiskaya
»Unsere Freiheit ist in unserem Bewusstsein und die Sprache ist das Manifest unserer Freiheit.«
Alhierd Bacharevič im Interview bei ttt
Zur Lesung mit Musik am 12. Januar 2026 führt Podgaiskaya diese Stücke auf:
"In B" für Orgel
"Dreams Under the Blue Tree" für Orgel
"Everywhere Barbarians and Savages" für Orgel
"Bach is Walking" für Orgel
Banner Gehen oder Bleiben mit Autorenfoto
Auftaktveranstaltung der Literaturreihe „Stimmen aus Osteuropa – Gehen oder Bleiben?“. Eine Zusammenarbeit der Städtischen Bibliotheken Dresden, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen und in Kooperation mit der Dresdner Philharmonie
Tickets bei Eventim, unter dresdnerphilharmonie.de oder im Kulturpalast erhältlich (mit Bibliotheksausweis nur vor Ort).
Eintritt: 19 € / 10 €; Nutzer:innen der Bibliothek 14 €/ 5 €
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Dresdner Philharmonie .
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2025 erhielt der belarussische Schriftsteller Alhierd Bacharevič für »Europas Hunde« den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Im Zentrum dieses wortmächtigen Romans stehen sechs Menschen, die in einem düsteren Europa der Zukunft leben, das alle „Fremden“ ausgesondert hat – in einer wilden Mischung aus Politthriller, Epos, Abenteuergeschichte, Satire und Märchen verflechten sich ihre Geschichten zu einem vielstimmigen Panorama über Ausgrenzung, Identität und die zerstörerische Kraft politischer Ideologien. Sprache wird dabei zum Kampfplatz zwischen Macht und Freiheit und zum wichtigsten Ort des Widerstands.
Bacharevičs Roman ist erschreckend aktuell und provokant – eine literarische Warnung vor dem Rückfall in alte Muster. In Belarus ist das Buch inzwischen verboten. Seit 2020 lebt der Autor im Exil.
Auf Deutsch erschien der Roman 2024 in der Übersetzung von Thomas Weiler, der für seine deutsche Übertragung von Werken aus dem slawischen Sprachraum bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung. Die belarussische Organistin und Komponistin Olga Podgaiskaya hat ihre Kompositionen exklusiv für diesen Abend ausgewählt. Bekannt geworden ist die seit 2021 in Polen lebende Olga Podgaiskaya mit ihrer Musik zu Filmen u. a. weißrussischer Regisseure, ihre Werke wurden aber auch bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen und dem Beethovenfest Bonn aufgeführt.