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Das Stück
Erste, zweite, dritte Welle fährt der Schichtbus ins Industriekombinat »Schwarze Pumpe«. Ab 1955 als Großprojekt der jungen DDR errichtet, wuchs mit ihm auch die »sozialistische Wohnstadt« Hoyerswerda.
In Hoy, wie die bald kinderreichste Stadt der Republik genannt wird, wächst man auf im Schutze des Kollektivs und des Wohnkomplexes – kurz WK. Das versprochene Kulturhaus lässt zwar auf sich warten, aber die Kinder von Hoy sind erfinderisch und formen im Schatten der Jugendklubs ihre eigene Undergroundszene.
Doch die Wende reißt auch in Hoy große Löcher in die Stadt. 1990 wird das erste Haus besetzt, gleichzeitig skandieren Jugendliche in Bomberjacken »Ausländer raus«. Hoy steckt zwischen Überforderung und Nichts-gesehen-haben-Wollen, zwischen Todesangst und Aggression, zwischen Hilflosigkeit und Daneben-Stehen. Die Ausschreitungen dauern fast eine Woche an. Sie sind der Beginn einer Serie von rechten Gewalttaten, die sich in den kommenden Jahren in ganz Deutschland ausbreiten.
In ihrem dokumentarischen Buch versammelt Grit Lemke die Stimmen ehemaliger Kinder von Hoyerswerda, die nicht nur die Geschichte(n) einer Stadt, sondern einer Generation voller Widersprüche erzählen.
Quelle: Landesbühnen Sachsen
Termine
- 02.04.2027 19:30 Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.
- 03.04.2027 19:30 Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.
- 04.04.2027 17:00 Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.
- 05.04.2027 11:00 Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.