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Anlässlich des 80. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges und der NS-Diktatur wurde im November 2025 am Japanischen Palais, dem ehemaligen Sitz der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden, ein Mahndepot verlegt. Es erinnert an die Zerstörung von Kunst und Kultur, aber auch an die Verdrängung von Jüdinnen und Juden aus dem öffentlichen Leben.
In einem kurzen Input erzählen Nadine Kulbe (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde) und Elisabeth Geldmacher (SLUB Dresden), wie die Geschichte(n) der Bibliotheksbestände an der SLUB Dresden aufgearbeitet werden und warum sich Spuren der Verfolgung von Jüdinnen und Juden in der Bibliotheksgeschichte finden.
Anschließend werden in einer Podiumsdiskussion Jana Kocourek (SLUB Dresden), Carina Merseburger (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) und Dr. Maria Obenaus (Referentin für Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Dresden) diskutieren, warum die Aufarbeitung von NS-Unrecht nach wie vor für Kultureinrichtungen und eine Stadtgesellschaft relevant ist und auf welche Weise diese an ihre Vergangenheit erinnern können. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Caroline Förster (Dresdner Geschichtsverein e. V.).Quelle: SLUB Dresden