Lesung / Vortrag / Gespräch
Exil im Gepäck Gespräch über die Lebenswege der Grafikerin Lea Grundig
Mi | Deutsches Hygiene-Museum Dresden-
- Buchvorstellung und Gespräch in Kooperation mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der Technischen Universität Dresden
Als Jüdin und Kommunistin von den Nationalsozialisten aus Deutschland vertrieben, gelangte die jüdisch-deutsche Grafikerin Lea Grundig (1906-1977) 1940 auf abenteuerlichen Wegen nach Palästina. Für viele ihrer jüdischen Freunde überraschend emigrierte sie 1948 erneut und kehrte ins Land der Täter zurück. Seit 1949 lebte sie wieder in ihrer Geburtsstadt Dresden und wurde dort Professorin für Grafik an der Hochschule für Bildende Künste. Als Westemigrantin begegneten ihr viele SED-Funktionäre kritisch, bis es ihr schließlich mit „Gesichte und Geschichte“ gelang, sich als treue Kommunistin in die Memoirenliteratur der DDR einzuschreiben, ohne ihr jüdische Herkunft zu verleugnen.
Die Historikerin Prof. Dr. Jeannette van Laak zeichnet in ihrer Biografie die Lebenswege der umstrittenen, eigensinnigen und sensiblen Künstlerin nach und kommt darüber ins Gespräch mit Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller, Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e. V. an der Technischen Universität Dresden.
Vom 14. Dezember 2025 bis 12. Dezember 2026 steht Sachsen unter dem Motto TACHELES - Jahr der jüdischen Kultur. Das Themenjahr rückt jüdische Kultur, Geschichte und das jüdische Leben hier vor Ort in den Mittelpunkt.
Quelle: Hygiene-Museum