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04.02. 2026
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  • Haus der Kathedrale
  • Eingang Schloßstraße 24
  • (c) kuka Haus der Kathedrale
Sechzehn Frauen, die singend in den Tod gehen – mit dieser ergreifenden Szene endet die Oper Dialogues des Carmelités von Francis Poulenc, die auf der wahren Geschichte der Karmelitinnen von Compiègne, die am 17. Juli 1794 hingerichtet wurden, basiert. Die Szene ist so ergreifend wie irritierend. Die Hoffnung der Nonnen auf ein Leben nach dem Tod erscheint heute im Rahmen eines aufgeklärten naturwissenschaftlichen Weltbildes allzu unplausibel, ihr freiwilliger Tod allzu nutzlos. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie wir mit unserer Sterblichkeit umgehen, wenn dieses Leben alles ist, was wir haben, wenn danach Nichts kommt? Kann man leben im Horizont des Nichts? Gibt es säkulare Äquivalente zur religiösen Hoffnung auf ewiges Leben, die uns in unserer Sterblichkeit trösten und sie lebbar machen? Welchen Preis haben sie? Und ist die Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende ist, wirklich so unplausibel?
Quelle: Semperoper Dresden
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