Lesung / Vortrag / Gespräch
Body Talks: »Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt« Die aserbaidschanische Autorin Jegena Dschabbarowa über patriachale Traditionen und die Freiheit im Schreiben
Do | Deutsches Hygiene-Museum Dresden-
- Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
- In der Literatur-Reihe im Museum zu Gast: die aserbaidschanische Autorin Jegena Dschabbarowa
- In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung
„Ein unverheiratetes, unschuldiges Mädchen lässt sich leicht von einer verheirateten Frau unterscheiden: Der erste und wichtigste Unterschied sind die Augenbrauen.“
Die aserbaidschanische Community, die in Russland in der Diaspora lebt, ist streng konservativ. Schon als Kind kann sich die Erzählerin schwer in die patriarchale muslimische Gesellschaft einfügen. Eine Krankheit drängt und befreit sie zugleich aus ihrer Rolle der schönen, heiratsfähigen Tochter. Die Autorin Jegana Dschabbarowa offenbart in ihrem Debütroman »Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt« eine verborgene Welt. Sie erzählt ihre eigene und die Geschichte der Frauen ihrer Familie ganz direkt und entlang ihres Körpers.
Zu Gast:
Jegana Dschabbarowa, geboren 1992 in einer aserbaidschanischen Familie in Jekaterinburg/Russland, ist Dichterin, Essayistin und Wissenschaftlerin. 2024 war sie gezwungen, Russland zu verlassen, sie lebt und arbeitet heute in Hamburg
Moderation: Saralisa Volm, geboren 1985, ist Schauspielerin, Regisseurin, Filmproduzentin und Autorin (Das ewige Ungenügend, Ullstein)Lesung der deutschen Übersetzung: Leonie Hämer, Staatsschauspiel Dresden
Über die Reihe:
In der Reihe »Body Talks« laden wir Autor:innen ein, die in ihren Büchern über marginalisierte Körper(-Bilder) sprechen. Gemeinsam mit der Moderatorin Saralisa Volm und dem Publikum befragen wir die gängigen Körperimperative: Zwischen dem Diskurs um Body Positivity und dem Trend nach Body Enhancement versuchen wir ein Gespräch zu finden, dass nicht von einem Ungenügend unserer Körper kündet, sondern widerspenstig neue Körperbilder erzählt: body talks.
Quelle: Hygiene-Museum