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Spielfilm, 1980, Regie: Konrad Wolf, 104 min
Schlagersängerin Sunny tourt mit ihrer Band durch die Kulturhäuser der DDR. Die ganz große Karriere bleibt aber aus und die Künstlerin gerät zunehmend in Konflikt mit ihrem Umfeld – den Nachbarn im Prenzlauer Berg, den Männern, auch in ihrer Band, dem Publikum. Sunnys Anspruch auf Individualität und Selbstbestimmung bricht sich an der gesellschaftlichen Wirklichkeit der DDR der 1980er-Jahre. Dazu gehören auch überkommene Rollenbilder und hierarchische Geschlechterbeziehungen,
einschließlich psychischer und physischer Gewalt. Dass der Film diese Dimension des Alltags in der DDR thematisiert, ist bemerkenswert und führt mitten hinein in die Diskussion umstaatlich verordnete Gleichberechtigung, Alltagsrealität und filmische Verarbeitung.Einführung: Prof. Dr. Andreas Rutz.
„Sie. Frauen im DDR-Film“ ist eine Filmreihe des ISGV und der SLUB
Quelle: SLUB Dresden