Lesung / Vortrag / Gespräch
Aktive Abwehr. Wie hätte sich die Zerstörung der Weimarer Republik verhindern lassen? Vortrag und Gespräch mit Jens Bisky
Do | Deutsches Hygiene-Museum Dresden-
- Vortrag und Gespräch mit Jens Bisky
- in Kooperation mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung Dresden e.V. an der TU Dresden
Im internationalen Vergleich konnte die Weimarer Republik lange Zeit als Ausnahmefall einer funktionierenden parlamentarischen Demokratie gelten, in der allerdings Ende der Zwanzigerjahre die Sehnsucht nach Diktatur in irgendeiner Form immer stärker wurde. Ab Herbst 1930 war das parlamentarische System gelähmt, zwei Jahre später stand die Frage, wer der kommende Diktator werden würde, auf der Tagesordnung. Womit hatte damals zu rechnen, wer die Republik verteidigen, den Nationalsozialismus aufhalten wollte? Und was ließe sich daraus für die Gegenwart lernen?
Jens Bisky, geboren 1966, war lange Jahre Feuilletonredakteur der „Süddeutschen Zeitung“ und arbeitet seit 2021 als geschäftsführender Redakteur des „Mittelweg 36“ am Hamburger Institut für Sozialforschung. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter „Kleist. Eine Biographie“ (2007) und „Berlin. Biographie einer großen Stadt“ (2019). 2017 verlieh ihm die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung den Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay. 2024 erschien „Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934“.
Quelle: Hygiene-Museum