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04.03. 2024
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„Im Oktober 2021 befand ich mich in Bakhmut, Ukraine, um auf Einladung von Mykola Ridnyi und Dana Brezhinieva im örtlichen historischen Museum eine Ausstellung zu eröffnen, die auch meine Videoarbeiten „P.O.V“ (2016) umfasste.

In dieser Arbeit hatte ich Filmmaterial bearbeitet, analysiert und kommentiert, das im Winter 1941/1942 unter anderem in Bakhmut, damals Artemovsk genannt, durch den Wehrmachtsoffizier von Vietinghoff-Riesch aufgenommen wurde. Artemovsk (Bakhmut) war von 1941 bis 1943 von der Wehrmacht besetzt und die Front verlief zweimal durch den Ort, der von den Deutschen immens zerstört wurde und in dem Kriegsverbrechen und Massenmorde stattfanden.

Symbolhaft für die Zerstörung steht 1943 die Sprengung avantgardistischen Monumentaldenkmal des Bildhauers Kaveleridze auf dem zentralen Platz der Stadt, das dem „Artem“ genannten bolschewistischen Revolutionär Fjordor Sergejew gewidmet war (und nach dem die Stadt ab 1924 benannt war.) Im Film suchen wir den ehemaligen Standort des Denkmals auf. Wir gingen gemeinsam durch den Ort und ich überlegte, an welchen Stellen der Kameramann mit seiner 16mm-Kamera Anfang der 1940er Jahre gefilmt haben könnte.

Hier zeige ich das Rohmaterial aus Bakhmut als eine Ansicht der Stadt zwischen drei Epochen, die heute wieder durch den russischen Angriffskrieg zerstört ist.“ (Clemens von Wedemeyer)

skd.museum

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