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04.03. 2024
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Einen kleinen Ausschnitt aus seinen Beständen durch die Jahrhunderte und die verschiedenen Quellenarten präsentiert das Stadtarchiv in seiner Kabinettausstellung in der Galerie im Sakralmuseum. Unter dem 22. August 1323, fünf Jahre nachdem Kamenz freie Stadt wurde, ließ König Johann von Böhmen in seiner Prager Kanzlei eine Urkunde ausstellen, die den Bürgern von Kamenz Zollfreiheit durch das Land Budissin gewährt. Dieses Schriftstück hatte eine derart große rechtliche wie ökonomische Bedeutung für die Stadt, dass der Kamenzer Rat sich dazu entschied, diese Urkunde sicher vor Verlust zu bewahren.

Auch wenn dieser Willensakt nicht mit der gleichzeitigen Einrichtung eines Archivs einherging, so musste es über kurz oder lang zwangsläufig dazu führen. Anfänglich bei der Kanzlei des Rates verwahrt, wurden die nicht mehr für den laufenden Geschäftsgang notwendigen Schriftstücke in der Registratur abgelegt, bis das Schriftgut spätestens Ende des 17. Jahrhunderts Eingang in das neu eingerichtete Ratsarchiv zur dauernden Bewahrung fand. So wurde aus der einen Urkunde von vor 700 Jahren bis heute ein auf über 1,5 km angewachsener Bestand, womit das Archiv zu den bedeutendsten Kommunalarchiven der Oberlausitz zählt.

Zudem wurde aus dem Rats- ein Stadtarchiv, das also nicht nur als Informationsquelle für die Stadtverwaltung selbst, sondern für die gesamte Bürgerschaft dient. Längst bewahrt das Stadtarchiv Kamenz nicht mehr nur Urkunden, Amtsbücher und Akten. Auch Pläne, Plakate, audiovisuelle Medien und andere Sammlungsgegenstände geben über die Entwicklung der Stadt und weitestgehend auch seiner Ortsteile der zurückliegenden 700 Jahre Auskunft.

Zu sehen ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Kamenz Information montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie sonnabends, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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